ブログ

戻る

 へのコメント

, comment_count:18, pageno:4, rst:15, ren:18

Weitere Indikationen sind eine zunehmende Milzvergrößerung oder ein aderlassrefraktärer wasserinduzierter Juckreiz. Bei einigen Patienten führt der durch regelmäßigen Aderlass erzeugte Eisenmangel zu Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche, sodass diese eine Umstellung von einer eisendepletierenden auf eine zytoreduktive Therapie wünschen. Der Aderlass, eine seit Hippokrates praktizierte Methode, ist die Therapie der ersten Wahl. Der Flüssigkeitsverlust kann durch orale oder gegebenenfalls auch intravenöse Zufuhr ausgeglichen werden. Durch den Aderlass kann die Blutviskosität erfolgreich gesenkt werden, allerdings kann die Thrombozytenzahl durch Überkompensation vorübergehend leicht ansteigen (18). Im Hoden spielt Testosteron eine wesentliche Rolle bei der Spermatogenese. Über diese androgene Wirkung hinaus werden Sexualverhalten und -aktivität beim Mann beeinflusst. Dementsprechend vielgestaltig ist die klinische Ausprägung eines Testosteronmangels. Die Substitutionsbehandlung mit Testosteronpräparaten ist in der Praxis fest etabliert. Therapienutzen und Risiken müssen jedoch je nach Indikation sorgfältig abgewogen werden. DHT entsteht beim Abbau von Testosteron und ist das biologisch wirksamere Hormon. Es kann zu dem sogenannten erblich bedingten Haar?ausfall (der androgenetischen Alopezie) führen, worunter etwa die Hälfte aller Männer ab einem bestimmten Alter in unterschiedlicher Ausprägung leidet. Grund hierfür ist die erhöhte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotes?tosteron, die eine verstärkte Schädigung und Schwächung der Haarfollikel bedingt. Aus dieser Beobachtung heraus resultierte die Angst, dass die Substitution mit Testosteron das Wachstum einer bisher nicht erkannten Prostata?krebs?erkrankung beschleunigen könne. Weder wurde vermehrt Prostata?krebs unter einer Testosteron?substitutions?therapie diagnostiziert, noch besteht bei Männern mit hohen Testosteron?spiegeln eine erhöhte Tumorinzidenz. Hohes Testosteron wird häufig mit vermehrtem Haarausfall in Verbindung gebracht. Ein Zusammenhang, der in dieser monokausalen Type nicht besteht.Eine hormonelle Ursache für verstärkten Haarausfall kann allerdings eine Erhöhung des Hormons Dihydrotes?tosteron (DHT) sein. Die JAK2 (Januskinase 2) ist eine zytoplasmatische Tyrosinkinase, die an der Signaltransduktion verschiedener Zytokine (unter anderem am EPO-Rezeptor) beteiligt ist. Die Mutation verstärkt die Aktivität der JAK2 und führt damit zu EPO-unabhängigem Wachstum (Grafik 3). Diese Mutation ist erworben, weil sie nicht in der Keimbahn nachweisbar ist. Da Erythrozyten keinen Zellkern mehr besitzen, erfolgt der Nachweis dieser JAK2V617F-Mutation im peripheren Blut über Granulozyten-DNA. Verschiedene Nierenfunktionsstörungen können auch ohne hypoxische Stimuli zu einer Erythrozytose führen. Durch eine homozygote Mutation des VHL-Gens entsteht ein VHL-Protein mit reduzierter Aktivität, sodass die a-Ketten auch bei Normoxämie nicht abgebaut werden. Die dadurch hervorgerufene Erhöhung der Erythropoietin-Ausschüttung führt zu einem deutlichen Anstieg des Hämoglobinwertes. Dies weist auf andere Ursachen, wie zum Beispiel die beobachtete vermehrte Produktion des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF), die ebenfalls durch HIF reguliert wird, hin (3). Angeborene Erythropoietin(EPO)-Rezeptor-Mutationen führen zu einer Verkürzung des intrazellulären Anteils des Rezeptorproteins (2). Dadurch können unfavorable Regulatoren nicht mehr binden, sodass es zu einer konstitutiven Aktivierung des Rezeptors kommt. Im Gegensatz zur PV haben die Betroffenen kein erhöhtes Risiko für Thrombosen und Blutungen, was dafür spricht, dass die Erythrozytose nicht alleine dafür verantwortlich ist. Während die Menopause mit dem Aus?bleiben der Regelblutung offensichtlich wird, fehlt ein solches Kardinalereignis beim Mann. Die mittlere Lebenserwartung liegt nach einer retrospektiven Studie aus Italien an 70 unter 50-jährigen Patienten bei über 23 Jahren. Von den Probanden hatten seventy three % Pipobroman erhalten, das heute wegen seines Leukämierisikos nicht mehr empfohlen wird. Das 20-Jahres-Risiko eines Übergangs in eine akute Leukämie beträgt 15 %, das früheste Auftreten wurde nach 9 Jahren beobachtet. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte ein Zusammenhang zwischen Testosteron?mangel und psychischen Symptomen wie Schlaf?störungen, Nervosität, Ängstlichkeit und Depres?sionen nachgewiesen werden. Eine interessante Publikation beschreibt, dass Männer mit einem (künstlich) erhöhten Testosteron?spiegel fairer verhandelten als Männer mit normalem Testosteron?spiegel. Das Klischee, dass erhöhte Testosteron?spiegel zu aggressiverem Verhalten führen, hält sich hartnäckig, konnte mittlerweile jedoch in vielen Studien widerlegt werden. Dieses kann durch eine zytoreduktive Therapie mit Phosphor-32, Chlorambucil, Busulphan, Hydroxyharnstoff oder mit einem Aderlass erreicht werden. Ob bei alleiniger Hydroxyharnstoff-Therapie ebenfalls die Leukämiewahrscheinlichkeit erhöht ist, wird derzeit diskutiert. Androgene sind für die sexuelle Differenzierung der Geschlechtsorgane sowie die Ausbildung des männlichen Phänotyps essenziell.

posted by Antony 2025-05-19 06:03:13.433974

▲Page Top